The sun21 crew at the press conference after their arrival in New York (Beat von Scarpatetti, David Senn, Michel Thonney, Martin Vosseler, Mark Wüst, from the left)
Arrival in New York City
The mayor of Miami, Manuel A. Diaz, presents the crew the Keys to the City of Miami.
Arrival at Martinique.
The sun21 heading to Martinique.
On the way to the Canary Islands.
Due to a storm the sun21 sought refuge in the harbour of Casablanca (Morocco).

Weblog

Nov 11, 2006: Visit to the sun21 (German only)

18°C / 64°F
Position:37.2 N-6 W
Wind: 0km/h

Visit to the "sun21" in Chipiona: strong current and many birds during an excursion to the mouth of Guadalquivir. Last preparations for the long journey.

Zu Besuch auf der "sun21" in Chipiona: Eine Erkundungsfahrt in der Mündung des Guadalquivir beeindruckt mit starker Strömung und vielen Vögeln. Es laufen die letzten Vorbereitungen für die grosse Fahrt.

Zurzeit liegt die "sun21" in Südspanien im Hafen von Chipiona an der Mündung des Guadalquivir. Wir nehmen diese Gelegenheit wahr, ihr einen letzten Besuch abzustatten. An Bord sind Michel Thonney und Mark Wüst mit den letzten Vorbereitungen beschäftigt. Der Solarkatamaran ist unmittelbar bei der Hafenmeisterei festgemacht, da wo die Hunderten von Fischer- und Freizeitboote mit Treibstoff betankt werden. Natürlich zieht die "sun21" alle Blicke auf sich, aber ob die Kapitäne wohl realisieren, dass sich unser Schiff selber auftankt und im Hafen sogar jede Menge Strom ins Netz abgeben könnte?

Zwei Nächte schlafen wir an Bord. Die Platzverhältnisse in den Rümpfen der "sun21" sind extrem eng, aber alles ist da, und in der Küche riecht es schon wunderbar nach Gewürzen. Nachts fährt ab und zu ein Lotsen-Boot vorbei, seine Wellen sorgen für ein angenehmes Schaukeln. Um 2 Uhr erwache ich – was ist los? Eine ganze Gruppe Spanier ist zum Schiff gekommen und fachsimpelt ausgesprochen angeregt. Der Wirt im Hafenrestaurant verteilt inzwischen unseren Informationsprospekt. Auch tagsüber heisst es immer wieder mal "hola" und jemand fragt nach "more informations". Die "sun21" ist im Städtchen längst zum Gesprächsthema geworden – Ziel erreicht!

In ein paar Tagen soll die "sun21" den Guadalquivir, den Hauptfluss Andalusiens, bis nach Sevilla hochfahren. Am 11. November laufen wir deshalb aus, um schon mal den Mündungsbereich zu erkunden. Blauer Himmel und eine leichte Brise. Mit flottem Tempo ziehen wir an riesigen Frachtern vorbei, die vor der Mündung auf einen Lotsen warten, um den Fluss hochzufahren. Unsere Fahrt ist so anberaumt, dass uns die steigende Flut helfen soll, gegen die Strömung des Flusses voranzukommen. Aber hoppla, bereits weit draussen im Meer ist diese deutlich spürbar, im Flusslauf dann erst recht. Mehr als eine Stunde fahren wir mit rund 10 km/h (5 Knoten) gegen den Strom, kommen aber nur zwei bis drei Kilometer voran. Umso mehr geniessen wir die Natur des angrenzenden Naturreservates Donana. Über dem Boot kreisen immer wieder Gänsegeier. Auf den Sandbänken am Ufer sind Hunderte Watvögel zu beobachten. Ein Trupp Säbelschnäbler döst unbeeindruckt weiter, auch als wir versuchsweise ein Stück mit "Fullpower" zurücklegen; die "sun21" funktioniert praktisch lautlos.

Die Erkenntnis dieses wunderschönen Tages: Die beiden Skipper werden die Fahrt nach Sevilla in zwei Etappen planen müssen und einen Ankerplatz für die Nacht suchen; aber Sorgen machen sie sich deshalb keine. In den nächsten Tagen haben die beiden noch einiges zu tun. Sie werden zum Beispiel die Sicherheitsmaterialien und -pläne im Detail durchchecken, die elektronischen Navigationssysteme eichen und die Kojen alltagstauglich einrichten, bevor in Sevilla die ganze Crew an Bord geht.

Bald geht’s los und in Gedanken fahre ich mit.

* Urs Wehrli ist Mitinitiator und Kommunikationsbeauftragter von transatlantic21